Unterzeichnung des umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommens (CETA)

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Unterzeichnung des umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommens (CETA)

zwischen der EU und Kanada

Beste Voraussetzungen für einen Markteintritt

Mit der Unterzeichnung des umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommens CETA wird ein bedeutender Wirtschaftsimpuls für EU-Unternehmen gesetzt. Der hoch entwickelte kanadische Markt bietet unzählige Marktchancen. Gerade deutschen Herstellern und Lieferanten von hochwertiger Qualitätsware und Nischenprodukten eröffnen sich viele Möglichkeiten.

Marktchancen im Überblick:

Die Beseitigung der Zölle macht Ihre Waren konkurrenzfähig

99 % der Zölle werden abgeschafft. Nicht nur werden europäische Exporteure dadurch rund 600 Millionen Euro jährlich an Einfuhrzöllen sparen, sie werden aufgrund der Einsparungen auch leichter mit einheimischen Unternehmen und Unternehmen aus Drittstaaten, welche nicht von der Aufhebung betroffen sind, konkurrieren können. Branchen, welche besonders von der Aufhebung der Zölle profitieren werden, sind die Landwirtschaft, der Lebensmittelsektor sowie die Maschinenindustrie. Im Einwanderungsland Kanada wächst der Markt für Nahrungsmittel. Dabei entstehen aufgrund der demographischen Entwicklung Nischenmärkte, etwa im Bereich „ethnic food“ oder „craft food“. Der durch CETA gewährleistete Schutz von Erzeugnissen mit besonderem geographischem Ursprung, wie beispielsweise Schwarzwälder Schinken oder Aachener Printen, bietet Anbietern die Chance, solche Produkte als Luxus- oder Nischenprodukt am kanadischen Markt zu etablieren. Einhergehend mit den Entwicklungen am Lebensmittelmarkt steigt auch die Nachfrage nach Maschinen zur Lebensmittelproduktion. Daneben wird die ohnehin steigende Nachfrage nach spezialisierten Maschinen „Made in Germany“ durch die Abschaffung der Zölle weiter begünstigt.

Einmaliger Zugang zum bedeutenden Markt für öffentlichen Aufträge

Dank CETA können EU-Unternehmen bei allen öffentlichen Ausschreibungen in Kanada ihre Angebote einreichen. Damit erhalten EU-Unternehmen einen bislang einzigartigen Zugang zu dem bedeutenden Markt für Aufträge aus öffentlicher Hand, beispielsweise zu Aufträgen aus dem Bereich der florierenden Bauindustrie. Beim Ausbau der Infrastruktur im Bereich Schiene besteht enormes Potenzial. Im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs sind in den wachsenden  Ballungszentren Investitionen der öffentlichen Hand in Milliardenhöhe geplant. Neue Geschäftsfelder entstehen bei Neubauten unter Verwendung energieeffizienter Produkten sowie der energieeffizienten Sanierung von öffentlichen Gebäuden.

Zugang zu kanadischen Dienstleistungs- und Investitionsmärkten

EU-Unternehmen haben zukünftig besseren Zugang zu den Dienstleistungsmärkten in Kanada.  Insbesondere wird CETA Tätigkeiten in den Bereichen Post-, Telekommunikations- und Seebeförderungsdienste sowie bei den Finanzdienstleistungen erleichtern. Für EU-Unternehmen, die in verschiedenen Dienstleistungssektoren weltweit führend sind, eröffnen sich neue Chancen und bessere Konditionen.

Einsparungen an Kosten und Ressourcen durch die geplante Vereinheitlichung von Standards

Mit CETA wird ein erster Schritt zur gegenseitiges Anerkennung von Normen und Standards gemacht. In Zukunft soll die Berücksichtigung verschiedener technischer Standards bei Produktneuentwicklungen entbehrlich werden. Damit wird bei Produktzulassungen ein einmaliger Nachweis über die Einhaltung aller technischen Standards ausreichen. Gerade kleinen und mittelständischen Unternehmen werden die Einsparungen an Kosten und Ressourcen zu Gute kommen. Wettbewerbsvorteile werden zudem gegenüber Konkurrenten aus Drittstaaten entstehen, die weiterhin die kanadischen Standards einhalten und darüber Nachweis führen müssen. Ein Sektor, der von der geplanten Anerkennung von Standards besonders profitieren wird, ist die an Bedeutung stetig zunehmende Medizintechnikindustrie. Eine erhöhte Nachfrage besteht nach Technik im Rahmen der Diagnostik, der minimalinvasiven Chirurgie sowie nach Imaging-Geräten. Starke Konkurrenz besteht insbesondere durch die USA, die bisher noch ca. 64 % der Importe liefern. Auch hier können deutsche Unternehmen mit Nischenprodukten sowie technisch anspruchsvollen, effizienten Produkten punkten.

Unternehmensgründung in Kanada

Unternehmen, die in Kanada Geschäfte tätigen, stehen früher oder später vor dem Schritt, ein eigenes Unternehmen vor Ort zu gründen. Vorteile entstehen bezüglich des Wechselkurses und durch die stärkere Verwurzelung im Markt sowie der damit einhergehenden engeren Beziehung zu Kanada und den Kunden. Wir beraten Sie umfassend bei Ihren ersten Schritten in Kanada bis hin zur Gründung Ihres Unternehmens und darüber hinaus.